Rechtliches

Allgemeine Geschäfts­bedingungen Hosting

Für Verträge über die Hosting-Pakete Web Basis, Web Praxis und Web Pro der Scriptale UG (haftungsbeschränkt). Nur für Unternehmer.

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Hosting-Leistungen zwischen der Scriptale UG (haftungsbeschränkt), Colbitzer Str. 7, 39326 Wolmirstedt (im Folgenden „Scriptale“), und ihren Kunden.
  2. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne von § 13 BGB schließt Scriptale nicht. Der Kunde bestätigt bei der Bestellung, als Unternehmer zu handeln; Scriptale kann dafür einen Nachweis verlangen.
  3. Abweichende oder ergänzende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn Scriptale ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

§ 2 Vertragsschluss

  1. Die Darstellung der Pakete auf scriptale.de ist kein verbindliches Angebot.
  2. Mit dem Absenden der Buchung im Kundencenter gibt der Kunde eine verbindliche Bestellung ab. Scriptale bestätigt den Eingang der Bestellung per E-Mail. Diese Eingangsbestätigung ist noch keine Annahme.
  3. Der Vertrag kommt erst mit der Auftragsbestätigung von Scriptale in Textform (zum Beispiel per E-Mail) zustande, spätestens mit der Bereitstellung der Leistung. Scriptale kann eine Bestellung ohne Angabe von Gründen ablehnen.
  4. Vertragsbestandteile sind in dieser Rangfolge: die Auftragsbestätigung, der Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) für alle Fragen des Datenschutzes, die Leistungsbeschreibung mit Preisen und diese AGB, jeweils in der bei Vertragsschluss gültigen Fassung.

§ 3 Leistungen

  1. Umfang und Beschaffenheit der Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung des gebuchten Pakets und der gebuchten Zusatzoptionen.
  2. Scriptale erbringt die Leistungen auf einem Server in Deutschland, den Scriptale bei einem Rechenzentrumsbetreiber anmietet, und darf zur Leistungserbringung Unterauftragnehmer einsetzen. Für die Verarbeitung personenbezogener Daten gilt der AVV.
  3. Scriptale darf die eingesetzte Technik ändern, wenn die vereinbarten Leistungen dadurch nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt werden und die Änderung dem Kunden zumutbar ist, etwa bei Sicherheitsupdates, neuen Softwareversionen oder einem Serverwechsel innerhalb Deutschlands.
  4. Eine bestimmte Verfügbarkeit ist nur geschuldet, soweit die Leistungsbeschreibung sie ausdrücklich zusagt. Wartungsarbeiten führt Scriptale nach Möglichkeit in nutzungsarmen Zeiten durch und kündigt planbare Arbeiten mit spürbarer Unterbrechung vorher an.

§ 4 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde macht bei der Bestellung vollständige und richtige Angaben und teilt Änderungen, insbesondere von Anschrift, Ansprechpartner und E-Mail-Adresse, unverzüglich mit.
  2. Der Kunde schützt seine Zugänge (Passkeys, Kennwörter, SSH-Schlüssel) vor dem Zugriff Unbefugter und informiert Scriptale unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet.
  3. Der Kunde ist für die Personen verantwortlich, denen er Zugang gewährt, etwa Beschäftigte oder eine Agentur als Webmaster. Er sperrt Zugänge, die nicht mehr benötigt werden.
  4. Der Kunde ist für die Rechtstexte seiner eigenen Website (zum Beispiel Impressum und Datenschutzerklärung) selbst verantwortlich.
  5. Der Kunde meldet erkennbare Störungen unverzüglich und unterstützt Scriptale angemessen bei der Behebung.

§ 5 Inhalte und zulässige Nutzung

  1. Der Kunde ist für die Inhalte seiner Website und seiner Postfächer allein verantwortlich. Scriptale prüft diese Inhalte nicht.
  2. Der Kunde stellt keine rechtswidrigen Inhalte bereit und verletzt keine Rechte Dritter, insbesondere keine Urheber-, Marken-, Persönlichkeits- oder Wettbewerbsrechte. Er versendet keine unverlangte Werbung und nutzt die Leistungen nicht für Angriffe auf andere Systeme, zum Verbreiten von Schadsoftware oder für Dienste, die den Server übermäßig belasten (zum Beispiel Kryptowährungs-Mining oder Download-Dienste für große Dateien).
  3. Der Kunde stellt Scriptale von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrigen Inhalten oder einer vertragswidrigen Nutzung durch den Kunden oder die von ihm berechtigten Personen beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung, soweit der Kunde die Rechtsverletzung zu vertreten hat.

§ 6 Sperrung

  1. Scriptale darf den Zugriff auf Inhalte oder einzelne Leistungen vorübergehend sperren, wenn
    1. konkrete Anhaltspunkte für rechtswidrige Inhalte oder die Verletzung von Rechten Dritter vorliegen, insbesondere nach einem hinreichend begründeten Hinweis eines Dritten oder einer Behörde,
    2. von der Website oder einem Postfach eine Gefahr für den Server, andere Kunden oder Dritte ausgeht, etwa durch Schadsoftware, eine kompromittierte Installation oder den Versand unerwünschter E-Mails, oder
    3. der Kunde schwerwiegend gegen § 5 verstößt.
  2. Die Sperrung beschränkt sich nach Möglichkeit auf die betroffenen Inhalte oder Dienste. Scriptale informiert den Kunden unverzüglich, in dringenden Fällen nachträglich, und hebt die Sperrung auf, sobald der Grund entfallen ist.
  3. Während einer Sperrung, die der Kunde zu vertreten hat, bleibt die Pflicht zur Zahlung der Vergütung bestehen.

§ 7 Domains

  1. Domains, die Scriptale für den Kunden registriert, werden auf den Kunden als Inhaber eingetragen. Ergänzend gelten die Bedingungen der jeweiligen Vergabestelle, für .de-Domains die der DENIC eG. Scriptale schuldet die Beantragung; ob eine Domain frei ist und zugeteilt wird, kann Scriptale nicht zusagen.
  2. Bleibt die Domain bei einem Anbieter des Kunden registriert, richtet der Kunde die DNS-Einträge nach den Vorgaben von Scriptale ein oder beauftragt Scriptale damit.
  3. Änderungen an DNS-Einträgen von Domains, die Scriptale verwaltet, beantragt der Kunde bei Scriptale. Scriptale prüft den Antrag und setzt ihn um.
  4. Nach Vertragsende überträgt Scriptale die Domain auf Wunsch des Kunden zu einem anderen Anbieter, zum Beispiel durch Herausgabe des Auth-Codes.

§ 8 Preise und Zahlung

  1. Es gelten die Preise der Leistungsbeschreibung bei Vertragsschluss. Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
  2. Die Einrichtung wird einmalig mit der ersten Rechnung berechnet. Die Vergütung für Paket und Zusatzoptionen wird monatlich im Voraus berechnet, beginnend mit der Bereitstellung; der erste, angebrochene Monat wird anteilig berechnet.
  3. Arbeit nach Aufwand und Arbeit über die inklusive Arbeitszeit hinaus wird monatlich nachträglich im 15-Minuten-Takt berechnet.
  4. Die Zahlung erfolgt per SEPA-Basislastschrift. Der Kunde erteilt Scriptale dafür bei der Bestellung ein SEPA-Lastschriftmandat über die Mandatsseite der Bank von Scriptale (Qonto) und sorgt zum Fälligkeitstag für ausreichende Deckung.
  5. Scriptale kündigt jeden Einzug mit Betrag und Fälligkeitstag mindestens einen Tag vor der Belastung an (Vorabankündigung), in der Regel mit der Rechnung. Die Frist für die Vorabankündigung wird auf einen Tag verkürzt. Scriptale übermittelt Rechnungen elektronisch.
  6. Kosten einer Rücklastschrift, die der Kunde zu vertreten hat, etwa wegen fehlender Deckung oder falscher Kontodaten, trägt der Kunde.
  7. Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

§ 9 Laufzeit und Kündigung

  1. Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten ab Bereitstellung. Er kann mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt werden.
  2. Wird er nicht zum Ende der Mindestlaufzeit gekündigt, läuft er auf unbestimmte Zeit weiter und kann dann von beiden Seiten mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
  3. Zusatzoptionen können mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende gekündigt werden.
  4. Ein Wechsel in ein größeres Paket ist jederzeit zum nächsten Monatsersten möglich; die Mindestlaufzeit läuft unverändert weiter. Ein Wechsel in ein kleineres Paket ist frühestens zum Ende der Mindestlaufzeit möglich.
  5. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
  6. Kündigungen bedürfen der Textform, zum Beispiel per E-Mail an kontakt@scriptale.de, oder erfolgen über das Kundencenter.

§ 10 Datenexport und Löschung nach Vertragsende

  1. Der Kunde kann bis zum Vertragsende die Daten seiner Website (Dateien und Datenbanken) und seiner Postfächer selbst sichern oder bei Scriptale einen Export in einem gängigen Format anfordern.
  2. Scriptale löscht die Daten des Kunden 30 Tage nach Vertragsende, sofern der Kunde nicht vorher eine andere Weisung erteilt und keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht. Kopien in den Datensicherungen werden mit Ablauf der Aufbewahrungsfrist des Pakets überschrieben.
  3. Einzelheiten regelt der AVV.

§ 11 Haftung

  1. Scriptale haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet Scriptale nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
  3. Für den Verlust von Daten haftet Scriptale bei leichter Fahrlässigkeit nur in Höhe des Aufwands, der für die Wiederherstellung aus den nach der Leistungsbeschreibung geschuldeten Datensicherungen erforderlich ist.
  4. Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
  5. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der Beschäftigten und Beauftragten von Scriptale. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

§ 12 Vertraulichkeit und Datenschutz

  1. Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, vertraulich, auch über das Vertragsende hinaus.
  2. Soweit Scriptale personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung einschließlich der Verschwiegenheitsklausel für Berufsgeheimnisträger nach § 203 StGB. Der AVV wird mit der Bestellung abgeschlossen.

§ 13 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag Stendal.
  3. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
  4. Ist eine Bestimmung dieser AGB unwirksam, bleiben die übrigen Bestimmungen wirksam.

Stand: 30. Oktober 2026